Workshop Trading Infrastruktur – Amazon Workspaces ist ein Kompromiss

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Amazon hat mir jetzt ein Mail zu den Workspaces geschickt. Hier werde ich aufgefordert mich auf einer Webseite zu registrieren und mein User-Profil zu vervollständigen. Ausserdem soll ich einen Workspaces-Client herunterladen. Klicken wir also auf den Link und verpassen uns ein Passwort. Danach klicke ich auf Benutzer aktualisieren. Wenn das Passwort zu kurz ist, geht das nicht. Hier gibt es jetzt unterschiedliche Softwareversionen für das jeweilige Gerät von dem aus ich auf meinen Windows Rechner zugreifen will. Ich lade jetzt hier die Version für Windows herunter. So, der Download ist fertig. Doppelklick und es erscheint ein Fenster: “Willkommen bei den Amazon Workspaces.” Ich kann die Software hier nur für mich oder für alle Benutzer auf diesem Rechner installieren. Ich bleibe bei der zweiten Option und klicke auf Next. Den Pfad lassen wir wie er ist. Install und fertig ist die Einrichtung. In meinem Startmenü gibt es jetzt einen entsprechenden Eintrag und hier muss ich einen Registrierungscode eingeben. Aha,der wurde per Mail verschickt. Hier ist das Ding. Also kopieren wir den und fügen den Code hier ein. Natürlich muss ich jetzt noch meinen Namen und mein Kennwort eingeben. Sign in, jetzt dauert das schon wieder etwas. Und was sehen meine Augen? Bei der Amazon Workspace Installation handelt es sich ebenfalls um einen Windows Server 2008. Das sieht hier aus wie Windows 7 und es gibt auch einen Desktop und ein Startmenü. Rufen wir doch einmal die Kommandozeile auf. Ohh, die Tastaturbelegung stimmt schonmal nicht. Die amerikanische Tastatur verwechselt Y und Z. Aber das lässt sich sicherlich noch beheben. Wir sammeln mal die Systeminfo ein und starten den Firefox um den Metatrader4 herunterzuladen. Werfen wir noch einen kurzen Blick in die Systemsteuerung. Und auch hier wird uns angezeigt: Wir arbeiten auf einer Windows Server 2008 R2 Datacenter Edition. Der Firefox ist übrigens immer noch nicht einsatzbereit. Aha, jetzt tut sich was. Ich habe den Begriff Metaquotes.net eingegeben und befor die letzten Buchstaben erscheinen vergehen einige Sekunden. Für 27 Dollar im Monat hätte ich da bessere Performance erwartet. Ich klicke mal auf Download. OK, das scrollt hier genau so schlecht wie auf den anderen Maschinen. Aber der Rechner soll ja auch nicht als Hauptdesktopersatz dienen. Speichern wir die EXE-Datei und ich glaube die Systeminfo lassen wir weg, das dauert bis heute Abend. Nach einem Doppelklick auf MT4Setup.exe erscheint die Seite Metatrader4.com und irgendwann baut sich auch nach und nach der Dialog für die Installation auf. Gott, ist das langsam! Jetzt passiert erstmal wieder minutenlang nichts. Wir klicken auf Yes und starten die Installation. Zumindest klappt der Datendownload im Metatrader, aber jetzt geht es hier wieder nicht weiter. Die Arbeitsgeschwindigkeit von dieser virtuellen Desktopinstanz erinnert mich ziemlich an meinen ersten Windows95 Pc. So, die Installation ist fertig, schauen wir mal ob und wann der Metatrader4 startet. Im Taskmanager sehen wir die CPU ist zu 100 Prozent ausgelastet. Und jetzt ist unser Metatrader4 gestartet. Okay, nach einer knappen dreiviertel Stunde haben wir eine Instanz der Amazon Workspaces so weit dass man mit dem Metatrader 4 starten könnte, allerdings bin ich nicht sehr begeistert. Die Geschwindigkeit ist viel zu langsam, die Kosten sind viel zu hoch für das was geboten wird. Der einzige Grund sich für Amazon Workspaces statt für EC2-Server zu entscheiden wäre die einfache Installation und die Unterstützung von unterschiedlichen Endgeräten für die Verbindung. Wer kein Problem damit hat etwas mehr Geld auszugeben und wem die technischen Voraussetzungen für die Installation eines virtuellen Servers zu hoch sind, der kann vielleicht mit Amazon Workspaces glücklich werden. Ich werde das zukünftig nicht nutzen. Aber vielleicht legt Amazon in den nächsten Monaten leistungsmässig auch noch nach und macht die Angebote etwas günstiger, dann könnte das wieder attraktiv für mich werden.